HalloBeam Version 5.7
Inhaltsverzeichnis:
HalloBeam ist primär zur Steuerung des Rotorinterfaces HaSI entwickelt. Es bietet zwei Kartensysteme zur Darstellung der Antennenrichtung zum Funkpartner an, mehrere Mercatorkarten und eine Beamkarte, die speziell für den eigenen Standort beim ersten Start generiert wird. Nach Eingabe des Standortes des Funkpartners wird dieser auf der aktuell angezeigten Karte markiert und die Daten in einem gesonderten Fenster angezeigt. Diese Daten beinhalten neben Entfernung und Antennenwinkel das Land, den Landeskenner und die nächste bekannte Stadt oder kleine Insel.
HalloBeam hat in der aktuellen Version keinen eigenen Rotortreiber mehr. Es wird jetzt der Treiber „HalloRotor“ beim Start von HalloBeam aktiviert und so das HaSI Rotorinterface gesteuert. In Abhängigkeit vom verwendeten Rotor erfolgt jetzt die Steuerung auch über 360° hinaus.
Zuerst muss der eigene Standort entweder als Locator oder in der Form „östliche Länge“ und „nördliche Breite“ eingegeben werden. Bei der Dateneingabe färbt sich der Hintergrund des Eingabefeldes gelb. Das bedeutet, dass die Eingabe erst übernommen wird, wenn die Eingabetaste gedrückt wird. Sollte das Feld danach weiterhin gelb bleiben, ist die Eingabe fehlerhaft. Diese Regel gilt auch für Eingaben während des regulären Betriebs. Nach korrekter Eingabe des Standortes kann das Fenster geschlossen werden.
Im zweiten Schritt muss die Beamkarte für den eingegebenen eigenen Standort generiert werden. Dazu wird auf den Menüpunkt „Beamkarte“ geklickt. Je nach Geschwindigkeit des verwendeten Rechners dauert das Generieren der Beamkarte bis zu 30 Minuten, bei neueren Rechnern deutlich weniger. Während dieses Vorgangs wird in regelmäßigen Zeitabständen der Bildschirm aufgefrischt, so kann man sehen, wie weit das Programm mit der Berechnung ist. Dieser Vorgang sollte nur gestartet werden, wenn der Rechner für den benötigten Zeitraum nicht gebraucht wird. Ich empfehle, während der Zeit der Kartengenerierung KEINE anderen Programme laufen zu lassen, denn dann dauert es noch länger und die anderen Programme laufen nur sehr langsam.
Ist die Beamkarte generiert, dann beendet sich HalloBeam selbsttätig. Ab jetzt ist HalloBeam vollwertig einsetzbar.
Soll der eigene Standort geändert werden, dann ist es erforderlich zwei Dateien zu löschen. Das sind:
Wenn diese beiden Dateien gelöscht wurden, dann verhält sich HalloBeam wieder jungfräulich.
Basis für das Programm sind die Mercatordarstellung und die Beamkarte. Diese beiden Karten können nicht gleichzeitig geöffnet werden. Größe und Lage der beiden Karten auf dem Bildschirm sind getrennt einstellbar.
Ein Popup Menü, das durch einen Klick auf die rechte Maustaste geöffnet wird, gestattet diverse Wahlmöglichkeiten.
Je nach verwendeter Funktion werden weitere Fenster eingeblendet. Die Position dieser Fenster auf dem Bildschirm ist ebenfalls für beide Basiskarten getrennt einstellbar. Die Größe der zusätzlichen Fenster ist nicht veränderbar.
Alle Einstellungen werden zum Programmende abgespeichert und beim Neustart wieder aktiviert.

In diesem Fenster können einige Grundeinstellungen gewählt werden. Diese Einstellungen können jederzeit geändert werden. Probieren ist angesagt, denn einige Einstellungen sind von der Auflösung der Grafikkarte bzw. von der gewählten Mercatorkarte abhängig. Hier nur der Hinweis zu vier Punkten:
Mercatorkarte Locatorraster – Die Einstellung „fein“ kann nur bei kleinen Kartenausschnitten verwendet werden da sonst das Raster so fein ist, dass die gesamte Karte eingeschwärzt wird.
Beamkarte Entfernungskreise – Wird dieser Wert größer als 20000 km gewählt, dann erscheinen keine Entfernungskreise in der Beamkarte.
Azimutrotor – Dieser Punkt wird nur bei angeschlossener HaSI Antennensteuerung angezeigt. Wird ein Locator direkt in das Anzeigefeld eingegeben, dann wird die Antenne gleich auf den Locator gefahren, wenn das Feld „Rotorstart nach Locatoreingabe sofort“ angeklickt ist. Wenn es nicht angeklickt ist, muss nach der Eingabe die „Zieltaste“ betätigt werden.
Wird „optimierter Fahrweg“ angeklickt, dann wird der kürzeste Weg zur gewünschten Antennenstellung gewählt. Sollte der gewählte Winkel hinter dem Rotoranschlag liegen, aber kleiner sein als die Bereichsüberlappung (~1/2 * Antennenöffnungswinkel zu wählen), dann wird der Rotor zu dem Anschlag gefahren, also der kürzere Weg gewählt.
Elevationsrotor – Dieser Punkt wird nur bei angeschlossener HaSI Antennensteuerung angezeigt. Hier kann vorgegeben werden, ob beim Programmstart der Elevationsrotor in eine definierte Grundstellung gebracht wird oder nicht. Soll eine Grundstellung angefahren werden, dann muss der Winkel dafür angegeben werden.

Die Anzeige der Antennensteuerungsfelder (Abbildung 2) erfolgt nur, wenn ein HaSI – Rotorinterface aktiviert werden konnte. In dem Feld wird normalerweise die Rotorstellung angezeigt. Es kann aber auch der gewünschte Antennenwinkel oder Locator eingegeben werden. Die Eingabe muss mit der Entertaste abgeschlossen werden.
Die Farbe der Pfeile zeigt die Laufrichtung des Rotors. Hier bedeutet ROT = Keine Aktion, GRÜN = Rotor läuft in die entsprechende Richtung. Mit einem Mausklick auf einen der Pfeile kann der Rotorlauf aktiviert werden. Wird auf die Taste „Ziel“ geklickt, dann läuft der Rotor automatisch auf die vorgegebene Richtung.

In Abbildung 3 ist die Weltkarte ausgewählt und „Locatorraster grob“ eingestellt. Weitere Karten stehen zur Auswahl (Menüpunkt „Karten“). Ist unter dem Menüpunkt „Parameter“ „Anzeige Mausposition“ EIN gewählt, dann wird die Position der Maus auf der Karte angezeigt.
Ein Klick mit der linken Maustaste auf einen beliebigen Punkt der Karte führt zur Darstellung einer Beamlinie und eines Fadenkreuzes (Abbildung 4).

Mit der Maus wurde auf Sudan geklickt. Es ist jetzt eine Beamlinie sichtbar, die genau die Strahlrichtung des Beams zeigt, wenn dieser optimal eingestellt wäre. Ein Fadenkreuz zeigt den mit der Maus angeklickten Punkt auf der Karte.
Eine, in dieser Darstellung verwaschene Linie, die hier vom eigenen Standort nach Rechts unten verläuft, zeigt die aktuelle Stellung der Antenne. Diese Anzeige wird permanent aktualisiert.
Gleichzeitig mit dem Mausklick öffnet sich ein neues Fenster.

In dem Fenster in Abbildung 5 werden die Daten des per Mausklick angewählten Punktes auf der Karte angezeigt. Die angegebene Stadt oder kleine Insel ist die diesem Mausklick nächste bekannte Ortschaft. Die Entfernung vom Mausklick zu dieser Ortschaft wird im letzten Punkt angegeben. Ein Mausklick auf den Text „Stadt“ oder den Namen der Stadt setzt das Fadenkreuz und die Beamlinie auf diese Position.
Eine weitere Option der Mercatorkarte ist die Möglichkeit des Zoomens. Wird ein Ausschnitt aus der Karte gewünscht, dann muss mit der linken Maustaste die linke obere Ecke des Ausschnitts angeklickt werden, die Maustaste wird gedrückt gehalten und zur rechten unteren Ecke des Ausschnitts geführt. Wird die Maustaste dann losgelassen, erscheint der Ausschnitt auf dem Bildschirm. Auch von einem Ausschnitt kann ein weiterer Ausschnitt angefertigt werden.
Einschränkungen:
Es kann nur eine maximal 20-fache Vergrößerung gewählt werden. Bei höheren Vergrößerungen kommt ein Fehlerhinweis. Das Seitenverhältnis ist fest vorgegeben, wird aber bei der Wahl des Ausschnitts schon angezeigt.
Soll das Zoom rückgängig gemacht werden, dann nur auf die rechte Maustaste klicken.
Die Karten für HalloBeam liegen im Unterordner ‚Karten’ des Ordners von HalloBeam. Jede Karte besteht aus zwei Dateien, deren Namen nur aus Buchstaben und Ziffern bestehen darf. Ziffern dürfen nicht als erstes Zeichen verwendet werden. Beide Dateien müssen denselben Namen haben, der sich nur durch die Dateierweiterung unterscheidet. Die Dateien haben folgenden Inhalt:
HalloBeam bildet die Karten linear skaliert ab. Diese Form der Darstellung gestattet keine Darstellung der Polbereiche und ist auch allgemein unüblich. Die mit HalloBeam gelieferten Karten haben dieses Format, so dass eine hochgenaue Anzeige der Cursorposition möglich ist. Eine einigermaßen brauchbare Darstellung ist mit einer Karte in Mercatordarstellung möglich, wenn der Kartenausschnitt nicht allzu groß gewählt wird.

Abbildung 6
Wie schon im ersten Punkt dieses Dokuments beschrieben, wird die Beamkarte für den eigenen Standort generiert, ist also nicht Bestandteil des gelieferten Programms sondern wird aus der mitgelieferten Weltkarte generiert. Bezüglich des Mausklicks, der Beamlinie zu dem angeklickten Standort, der Rotorsteuerung und der Darstellung der Daten gilt das gleiche wie unter dem Punkt Mercatorkarte ausgeführt.
HalloBeam stellt ab Version 5.0 automatisch eine Verbindung zu Logger32
zur Übernahme von Richtungsvorgaben für die Rotorsteuerung aus Logbuch und
Rufzeichendatenbanken her.
Voraussetzung hierfür ist Logger32 ab Version 3.9, womit ein neues Interface
für externe Applikationen eingeführt wurde.
Eine besondere Konfiguration von HalloBeam ist nicht erforderlich. HalloBeam erkennt automatisch wenn Logger32 auf dem PC läuft und baut eine Verbindung auf. Die Statusleiste zeigt nach erfolgreicher Kontaktaufnahme "Logger32 connected".

Abbildung 7
Nun müssen in Logger32 lediglich noch die Hot-Keys <CTRL-A> für das
Drehen des Rotors auf den direkten Weg und <ALT-A> für den langen Weg
aktiviert werden. Diese Option findet man im Logger32-Hauptmenü unter "Einstellungen"
bzw. "Setup" *) und dort unter dem Menüpunkt "Rotor".
Alle anderen dortigen Einstellungen für Rotor-Steuerungstyp und Schnittstellenparameter sollten im Auslieferzustand bleiben, HalloBeam und das Hasi - Interface können und müssen dort nicht konfiguriert werden.

Abbildung 8
Zu beachten ist, dass diese Hotkeys gegebenenfalls andere Anwendungen stören können, weshalb sie default abgeschaltet sind. Bekannt hierfür ist z.B. Microsoft - Excel, was auf Ctrl-A und Alt-A ebenfalls reagieren kann.
Damit ist die Konfiguration bereits abgeschlossen.
Nach Eingeben eines Rufzeichens oder Übernahme aus dem DX-Cluster-Fenster, einem Terminalfenster, einer Frequenzbalkenanzeige oder der Eingabe eines Locators im Eingabefenster wird am unteren Bildschirmrand von Logger32 der Winkel des direkten und des langen Pfades zu dieser Station angezeigt.

Abbildung 9
Diese Werte stammen entweder aus vorhandenen Locatorangaben im Log oder einer konfigurierten Rufzeichendatenbank oder werden aus dem Prefix ermittelt. Letzteres klappt natürlich nicht im Nahbereich.
Durch Druck der Tastenkombination <CTRL-A> bzw. <ALT-A> wird der betreffende angezeigte Winkel an HalloBeam übergeben und der Rotor in die entsprechende Richtung gedreht.
(* Da ich immer Logger32-Beta-Versionen einsetze zeigen meine Screenshots englische Menütexte, bei offiziellen Releases findet man an gleicher Stelle deutschsprachige Texte).
http://www.hallosat.de/german/hallobeam/Setup_HalloBeam_57.exe