Kenwood TS2000

 

Inhaltsverzeichnis: 

Einführung. 1

Vorgabe der Frequenzbereiche. 1

HalloSat konfigurieren. 2

Funkbetrieb über Satelliten. 3

Verdeckte Steuerfunktionen. 5

Bekannte Probleme. 5

Erweiterte Programmierung für Profis. 6

 

Einführung

Für die CAT - Steuerung des TS2000 sind zwei Dateien erforderlich. Es handelt sich um die Dateien
TS2000_xxxx.dll (DLL transceiver) und

Kenwood_TS2000.ini (im Ordner von HalloSat)
Das xxxx in dem Dateinamen TS2000_xxxx.dll steht für den Aktualisierungszeitpunkt. Die ersten zwei Ziffern stehen für den Monat, die folgenden für das Jahr. Wenn für xxxx = 0206 steht, dann bedeutet das, dass dieser Treiber im Februar (02) des Jahres 2006 (06) von mir erstellt wurde. So ist am Dateinamen erkennbar, ob der angebotene Treiber neueren Datums ist, als der zurzeit verwendete.

Vorgabe der Frequenzbereiche

Da sich die Bandeckfrequenzen bei dem TS2000 nicht auslesen lassen, aber für den Betrieb benötigt werden, müssen diese Angaben in einer Datei zur Verfügung gestellt werden. Diese Daten können nicht als konstante Werte vorgegeben werden, weil es unterschiedliche Ausführungen des TS2000 gibt. In der mitgelieferten Datei „Kenwood_TS2000.ini“ sind die bei den DL – Geräten üblichen Eckfrequenzen vorgegeben. Der Inhalt der Datei sieht so aus:

 

[Basis]

lowerKW=30000

higherKW=60000000

lowerVHF=144000000

higherVHF=146000000

lowerUHF=430000000

higherUHF=440000000

lowerSHF=1240000000

higherSHF=1300000000

 

Es bedeutet:

lowerKW = untere Grenzfrequenz des Kurzwellenbereiches, hier 30000 Hz = 30kHz.

higherKW= obere Grenzfrequenz des Kurzwellenbereiches, hier 60000000 Hz = 60 MHz.

 

Sinngemäß gilt das für alle weiteren Einträge. Wenn diese Vorgaben nicht mit den Daten des verwendeten Gerätes übereinstimmen, dann müssen die entsprechenden Einträge in der Datei geändert werden. Das kann mit dem normalen Editor unter WINDOWS gemacht werden.

 


Beispiel:

Bei den DL – Geräten ist der 2m Bereich auf 144 bis 146 MHz begrenzt. Bei der US – Ausführung gilt 144 – 148 MHz. Bei Verwendung eines DL – Gerätes steht dann im zugehörigen Datenbereich

lowerVHF=144000000

higherVHF=146000000

 

Bei Verwendung eines US – Gerätes müsste dann

 

lowerVHF=144000000

higherVHF=148000000

 

eingetragen sein. Wenn diese Datei nicht den wirklichen Gegebenheiten angepasst wird, dann werden auch nur die Frequenzen gesteuert, die hier freigegeben wurden. Kann der Transceiver evtl. Frequenzen nicht steuern, die hier eingetragen sind, dann kann es zu Störungen im Programmablauf von HalloSat kommen.

 

Hinweis:

Besitzt der verwendete TS2000 kein Zusatzmodul für 23 cm, dann muss der Frequenzbereich trotzdem hier eingetragen bleiben. HalloSat bekommt diese Information für die möglichen Bandbereiche durch die Einträge im folgenden Punkt.

HalloSat konfigurieren

Sind die Anpassungen in der Datei „Kenwood_TS2000.ini“ durchgeführt, dann kann HalloSat gestartet werden. Beim ersten Start ist wie folgt vorzugehen:

 

Klicke im Hauptmenü auf „Benutzer“. Es öffnet sich ein neues Fenster. Klicke dort auf „CAT – Daten“. Es erscheint ein Fenster, in dem folgende Einträge gemacht werden müssen:

 

Abbildung 1

 

Unter „Comport“ wird die Nummer des verwendeten Ports zur seriellen Daten­kom­muni­ka­tion ausgewählt. Es kann auch ein USB - COM – Interface verwendet werden. Auch in diesem Fall wird die Nummer der Portemulation verwendet.

 

Unter „Bibliothek wählen“ wird der Name der Bibliothek ausgewählt, die verwendet werden soll.

 

Im Feld „Geräteparameter“ ist in der Spalte „Adr“ kein Eintrag erforderlich, diese Spalte wird nur für ICOM – Geräte verwendet, da bei ICOM alle Geräte eine eigene Geräteadresse haben, was bei Kenwood nicht der Fall ist.

 

In der Spalte „Baudrate“ wird die Baudrate gewählt, die auch bei dem TS2000 vorgewählt ist. Bei Kenwood wird als Standard 9600 Baud vorgegeben, es können aber auch noch 4800 Baud und schnellere Übertragungsraten eingestellt werden. Ich empfehle hier 9600 Baud (Standard) oder 19200 Baud. Schnellere Übertragungsraten sind denkbar, bringen aber effektiv in dieser Anwendung nichts, deswegen habe ich mich auf eine Obergrenze von 19200 Baud festgelegt.

 

ACHTUNG:

In den Zeilen „KW“, „2 m“ und „70 cm“ müssen dieselben Baudraten eingetragen sein! In der Zeile „23 cm“ darf nur dann dieselbe Baudrate stehen, wenn der verwendete TS2000 über ein 23 cm Modul verfügt, sonst muss dieser Eintrag leer bleiben (siehe Bild).

Noch einmal: Die Baudraten dürfen nicht unterschiedlich sein. Beim TS2000 muss dieselbe Baudrate vorgegeben sein!

Funkbetrieb über Satelliten

Durch Betätigung der Taste CAT in HalloSat wird die CAT – Steuerung aktiviert. (Weitere Vorgaben zur Wahl der Arbeitsfrequenzen und Modi siehe Hilfe unter HalloSat.) Nach Aktivierung schaltet der TS2000 in den Satellitenmodus auf die unter HalloSat gewählten Arbeitsfrequenzen und Betriebsarten um.

 

Hier jetzt einige Hinweise zu dem Parameterblatt unter HalloSat und den nicht unterstützten Funktionen:

Abbildung 2

Die hier rot durchgekreuzten Funktionen werden über die CAT – Steuerung nicht unterstützt. Es ist egal, was hier angeklickt ist, es hat keine Auswirkung. FMW (Breitband FM) unterstützt der TS2000 nicht, der Punkt entfällt deswegen (wird auch nicht benötigt). Alle anderen Funktionen können auch während der CAT – Steuerung am TS2000 manuell bedient werden, was bei einigen anderen Geräten nicht der Fall ist. Durch diese Einschränkung in der Fernbedienung geht also nichts an Funktionalität verloren.

 

Bei der Bedienung des TS2000 ist zu beachten, dass bei aktiviertem CAT – Betrieb nicht alle Tastenfunktionen benutzt werden dürfen. Die in dem folgenden Bild mit rotem Punkt gekennzeichneten Bedienungselemente dürfen nicht benutzt werden!

 

Abbildung 3

 

Es handelt sich hierbei um alle Tasten zur Wahl der Modulationsart und um alle Tasten, die auf die Verwendung der VFOs und des Memorys Einfluss nehmen.

 

Die Frequenzabstimmung erfolgt mit dem grün gekennzeichneten Abstimmknopf. Während der Sendung kann die eigene Sendefrequenz mit Hilfe des blau gekennzeichneten Knopfes korrigiert werden. Eine Korrektur der Sendefrequenz ist, wenn überhaupt, nur einmal während einer Hörbarkeitsphase erforderlich. HalloSat korrigiert auch bei Veränderung der Empfangsfrequenz die Sendefrequenz entsprechend, so dass das eigene Signal jederzeit korrekt zurückgehört werden kann. Sollte das nicht der Fall sein, dann geht die eigene PC Uhr um einige Sekunden ungenau oder der eigene Standort ist falsch vorgegeben.

 

Sollte eine Ablage zwischen Sendefrequenz und Empfangsfrequenz gewünscht werden. Dann wird üblicherweise die RIT – Funktion dazu benutzt. Hier empfehle ich dringend, nicht die RIT – Funktion am TS2000 zu verwenden, sondern die unter HalloSat.

 

Alles bisher gesagte gilt, wenn die Uplinkfrequenz und die Downlinkfrequenz nicht im selben Band liegen, also z.B. Uplink 2 m und Downlink 70 cm. Liegen Uplink- und Downlink­fre­quenz im selben Band (das ist z.B. bei der ISS der Fall, da liegen beide im 2 m Bereich), dann kann nicht mehr der Satellitenmodus verwendet werden. In diesem Fall schaltet HalloSat den TS2000 automatisch in den Splitmodus. Es gilt alles bisher gesagte, nur die Änderung der Sendefrequenz kann jetzt nur während der Sendung erfolgen und nur mit dem grün gekennzeichneten Abstimmknopf. Der blau gekennzeichnete Knopf ist jetzt außer Betrieb. Diese Eigenschaft ist aber für den praktischen Betrieb bedeutungslos, denn da man das eigene Signal sowieso nicht zurückhören kann, ist es auch sinnlos, die Sendefrequenz zu verändern.

 

Verdeckte Steuerfunktionen

Bekannte Probleme

 


Erweiterte Programmierung für Profis

Ab der Version „TS2000_1107.dll“ und der HalloSat Version 554 oder höher besteht die Möglichkeit, beim Start und zum Ende der CAT Steuerung Befehlssequenzen an den Transceiver zu senden. Dazu wird im Programm HalloSat der Satellit und dann das gewünscht Parameterblatt ausgewählt.

 

So ist es möglich, den TS2000 für Sonderbetriebsarten mit speziellen Eigenschaften zu programmieren.

 

Wird nun bei gedrückter Shifttaste mit der linken Maustaste auf den Titel des Parameterblattes geklickt, dann erscheint ein neues Fenster (in Abbildung 4 bereits mit Befehlen gefüllt).

Abbildung 4

 

Befehle, die beim Start der CAT – Steuerung ausgeführt werden sollen, werden in den oberen Teil des Fensters eingetragen. Befehle, die zum Ende der CAT – Steuerung ausgeführt werden sollen, werden in den unteren Teil des Fensters eingetragen.

 

Zeilen, die mit einem Semikolon beginnen sind Kommentarzeilen, die nicht an den Transceiver gesendet werden. Leerzeilen werden bei der Speicherung gelöscht, erscheinen also beim nächsten Aufruf dieses Fensters nicht mehr.

 

Diese Befehlssequenzen gehören zu dem angewählten Parameterblatt und werden auch nur dann ausgeführt, wenn die CAT – Aktivierung mit diesem Parameterblatt erfolgt. Für jedes Parameterblatt können eigene Steuerdateien angelegt werden.

 

Die Speicherung erfolgt unter der Katalognummer des Satelliten, dann folgen ein Bindestrich und die Nummer des Parameterblattes. Die Datei wird im Unterordner „DLL transceiver“ abgelegt. Beinhaltet die Datei KEINEN Steuerbefehl, dann erfolgt auch keine Speicherung. Eine evtl. vorhandene Datei wird gelöscht.

 

Sollten Fragen zu speziellen Eigenschaften des TS2000 auftreten, ist DL5DI, Hans-Jürgen sicher bereit diese zu beantworten, also: Fragen bitte an dl5di@gmx.de richten.