CAT – Steuerung für ICOM - Geräte. 

 

Inhaltsverzeichnis:

Grundsätzliches. 1

Auswahl der Schnittstelle und des Gerätetreibers. 2

Parametrierung des Gerätetreibers. 2

Wichtige Einstellungen am Transceiver. 3

Betriebsdatenbeschreibung im Parameterblatt. 3

Der Funkbetrieb. 3

Das CI-V Interface für ICOM – Geräte. 3

NF – Anschluss an den PC.. 4

Anschluss eines TNC an den IC-910. 5

 

 

Grundsätzliches

Da diese beiden Gerätegruppen unterschiedliche Befehlsfolgen erforderlich machen, habe ich für beide Gruppen getrennte Software entwickelt, einen Monobandtreiber und einen Multibandtreiber.


Auswahl der Schnittstelle und des Gerätetreibers

Abbildung 1

Als erstes wird die Nummer des Comport gewählt, an dem der Transceiver angeschlossen ist (Nummer der seriellen Schnittstelle, z.B. COM1 oder COM2 oder …). Hier kann es auch um die Nummer einer USB – COM – Emulation gewählt werden.

Danach wird der für die angeschlossenen Geräte korrekte Treiber gewählt.

 

Parametrierung des Gerätetreibers

Neben der Auswahl des richtigen Treibers müssen noch weitere Parameter vorgegeben werden. Dies sind:

Abbildung 2

  • Die Adresse „Adr“ des Transceivers (nennt ICOM im Handbuch des Transceivers).
  • Die Geschwindigkeit der Datenübertragung (mögliche Werte nennt ICOM im Handbuch des Transceivers).

Sind mehrere Geräte parallel an einer Schnittstelle angeschlossen, dann können für die einzelnen Geräte auch unterschiedliche Datenübertragungsraten gewählt werden.

Abbildung 2 zeigt die Einstellung bei Verwendung eines IC-736 für KW und eines IC-910H für 2 m und 70 cm.

 

Zur Vollständigkeit sei hier noch erwähnt, dass zwischen der seriellen Schnittstelle des Rechners und dem Funkgerät ein sogenanntes CI-V – Interface geschaltet werden muss. Dieses kann man im Handel erwerben oder auch für ein paar Euro selbst bauen.


Wichtige Einstellungen am Transceiver.

Als erstes sollte die Datenübertragungsrate bei dem angeschlossenen Transceiver eingestellt werden, falls dies möglich ist. In jedem Falle muss die Datenübertragungsrate am Transceiver mit der in HalloSat eingetragenen übereinstimmen. Bei Geräten mit „Autodetekt“ für die Übertragungsrate empfehle ich, trotzdem eine feste Übertragungsrate vorzugeben, denn Autodetekt funktioniert nicht unter allen Bedingungen fehlerfrei. Bei Verwendung mehrerer Geräte mit unterschiedlichen Übertragungsraten ist eine feste Vorgabe zwingend erforderlich! Wie die Einstellung vorgenommen wird, ist dem Handbuch des Transceivers zu entnehmen (für den IC-910: Handbuch Seite 59, Punkt „CI-V-Baudrate“).

Eine weitere Einstellung ist die CI-V-Transceiversteuerung. Diese Steuerung ist bei ICOM immer auf „ON“ gestellt. Das bedeutet, dass der Transceiver bei (fast) jeder Bedienung durch den Operator die geänderte Einstellung als Datenpaket aussendet. Da HalloSat die eingestellte Frequenz routinemäßig abfragt, stört solche „Sendung ohne Aufforderung“ den Ablauf. Aus diesem Grunde sollte, diese Einstellung „Off“ geschaltet werden. Bei der Steuerung der Multibandgeräte IC-910 und IC-821 ist das zwingend erforderlich, bei Monobandgeräten ist es ratsam, weil die Steuerung dann schneller abläuft. Leider ist hier zur Umstellung bei älteren Geräten ein Eingriff ins Gerät erforderlich. Bei dem IC-910 kann die Funktion per Menü deaktiviert werden (Handbuch Seite 59, Punkt „CI-V-Transceiversteuerung“).

Betriebsdatenbeschreibung im Parameterblatt.

Der Funkbetrieb.

Nachdem nun die Vorarbeit erledigt wurde, kann der Funkbetrieb beginnen. Ausführliche Informationen gibt es in der Hilfe von HalloSat.

Hier ein paar ergänzende Hinweise:

Das CI-V Interface für ICOM – Geräte

Gleich welche Geräte von ICOM verwendet werden, das Interface ist immer dasselbe. Bei allen Duobandgeräten, mit Ausnahme des IC-910, muss das Interface eine zusätzliche Information „Sender Ein“ oder „Sender Aus“ liefern. Aus diesem Grunde habe ich den Bauvorschlag für das Interface um eine Informationsleitung erweitert. Es handelt sich um die Verbindung DSR – ACC Pkt. 3.

Alle Monobandgeräte lassen sich auch ohne diese Information fernsteuern. Bei dem IC-910H kann auch auf die Information verzichtet werden, die Steuerung wird dann aber ein wenig langsamer.

Nun hier mein Schaltungsvorschlag für das Interface:

Abbildung 3

SS heißt hier „serielle Schnittstelle“.

Die Verbindung „SS 6 = DSR“ (mit Z12) über 100 Ohm an ACC – Buchse ist eine Besonderheit dieses Bauvorschlags und kann bei allen Monobandgräten und dem IC-910 entfallen. Ich empfehle aber allen Selbstbauern, diese Verbindung herzustellen, denn sie stört bei anderen Anwendungen mit anderen Programmen nicht und ist bei HalloSat sehr hilfreich. Bei dem IC-821 ist sie erforderlich!

Die meisten Interfaceschaltungen benötigen eine eigene Betriebsspannungsversorgung. HalloSat stellt am Anschluss DTR der seriellen Schnittstelle die Betriebsspannung für das Interface zur Verfügung. Soll das Interface für universellen Betrieb auch mit anderen Steuerprogrammen verwendet werden, dann kann eine externe Spannung von 5 Volt an den Pin 16 des MAX 232 gelegt werden. Der Anschluss DTR wird dann nicht beschaltet.

Wird der Widerstand R1 (270 Ohm) durch eine Leuchtdiode ersetzt, so kann man jederzeit auch erkennen, ob das Interface in Betrieb ist. Das habe ich auch so gemacht, eine angenehme zusätzliche Information.

NF – Anschluss an den PC

Soll die mit HalloSat mögliche Frequenzanalyse und Restfehlerkompensation genutzt werden, dann muss das NF – Signal des Empfängers an die Soundkarte des PC geschaltet werden. Dies ist auf verschiedene Weise möglich. Ich empfehle die Verbindung von der ACC – Buchse Pin 5 (Masse Pin 2) mit dem MIC – Eingang des PCs.

Bei dem IC-910H ist es möglich, wahlweise den Demodulatorausgang des Hauptbandes oder den des Nebenbandes auf diesen Pin zu schalten. Dies geschieht aus dem „allgemeinen Set-Modus“, beschrieben im Handbuch auf Seite 57 unten.

Anschluss eines TNC an den IC-910

Ein TNC für 9K6 – Betrieb muss an die Datenbuchsen des Transceivers angeschlossen werden. Für Sende- und Empfangsbetrieb auf einem Band reicht der Anschluss an die „Hauptband – Daten – Buchse“ (s. Handbuch Seite 12 Pkt. 9). Wird auf dem Hauptband gesendet und auf dem Nebenband empfangen, so muss das Empfangssignal aus der „Nebenband – Daten – Buchse“ bezogen werden und das Sendesignal in die „Hauptband – Daten – Buchse“ eingespeist werden.

Um hier sowohl terristischen PR – Betrieb, bei dem üblicherweise auf dem Hauptband gesendet und empfangen wird, als auch Satellitenbetrieb zu ermöglichen, empfehle ich, eine Umschaltung des Empfangssignals am Eingang des TNCs. Das könnte dann so aussehen:

Abbildung 4